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Schengen-Visumfoto zu Hause selbst machen

Du brauchst für einen Urlaub, ein Praktikum oder einen Besuch bei Freunden ein Visum für den Schengen-Raum? Hier erfährst du, wie du das Foto mit dem Handy aufnimmst, was Wand, Licht und Kleidung leisten müssen und warum dein Konsulat das letzte Wort hat.

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Was das Foto zeigen muss

Das Schengen-Visumfoto ist hochformatig und misst 35 × 45 mm. Im Tool wählst du unter „1. Dokument wählen“ das „Land“ Europäische Union (Schengen) und das „Dokument und Format“ Schengen-Visum. Mit „Maße und Regeln anzeigen“ siehst du die Zahlen, bevor du auch nur ein Bild aufgenommen hast.

Das Gesicht wird zwischen dem tiefsten Punkt des Kinns und der Schädeldecke gemessen, ohne die Haare, und muss auf einem 45 mm hohen Bild zwischen 32 und 36 mm liegen. Eine hohe Frisur zählt also nicht als zusätzliche Gesichtshöhe, und du musst dein Gesicht auch nicht kleiner machen, um ihr Platz zu geben.

  • Format 35 × 45 mm
  • Kinn bis Schädeldecke: 32 bis 36 mm, Haare nicht mitgezählt
  • Hintergrund weiß oder hellgrau
  • Blick in die Linse, neutraler Ausdruck
  • Keine Kopfbedeckung, keine getönten Gläser, keine Bildbearbeitung

Für wen diese Anleitung gilt und für wen nicht

Diese Seite geht um das Foto für ein Schengen-Visum für einen Kurzaufenthalt. Andere Dokumente derselben Staaten folgen anderen Regeln, und wer sie verwechselt, verschwendet schnell einen Ausdruck. Für deinen deutschen Reisepass oder Personalausweis gilt das nicht: Seit dem 1. Mai 2025 werden dafür nur digitale Fotos von zertifizierten Fotostudios oder vom Fotoautomaten der Behörde angenommen, ein Foto von zu Hause hilft dir da nicht.

Frankreich ist bei seinen Ausweisen ähnlich streng. Dort wird ein Foto aus dem Automaten oder vom Fotografen erwartet, und ein weißer Hintergrund ist nicht erlaubt, während er beim Visumfoto ausdrücklich zulässig ist. Brauchst du ein nationales Passfoto eines dieser Länder, frag bei der ausstellenden Stelle nach, statt dieses Format zu nehmen.

Dein Konsulat kann zusätzliche Regeln haben

Größe und Kopfspanne sind gleich, aber die Stelle, die deinen Antrag bearbeitet, entscheidet, was sie annimmt. Manche Konsulate und Visazentren verlangen ein besonders frisches Foto, eine Aufnahme aus dem Studio, ein bestimmtes Dateiformat oder eine bestimmte Dateigröße für das Online-Formular oder haben eigene Regeln zu Kopfbedeckungen. Das ändert sich von Zeit zu Zeit.

Öffne deshalb vor dem Fotografieren die Unterlagen zu deinem Termin oder Antrag und lies den Absatz zum Foto. Steht dort etwas Strengeres als hier, gilt das Strengere. Das Tool bringt die Geometrie in Ordnung, aber eine Vorgabe der Stelle kann es nicht außer Kraft setzen.

Wand und Licht vorbereiten

Nimm eine einfarbige weiße oder hellgraue Fläche ohne Muster, Bilderrahmen, Türkante oder Vorhangfalte. Ideal ist eine frisch gestrichene Wand, ein angeheftetes Betttuch zeigt meist Falten. Stell dich etwa einen großen Schritt davor, damit dein Kopf keinen Schatten wirft. Dreh dich bei Tageslicht zu einem Fenster, statt dich auf eine Lampe zu verlassen.

Seitliches Licht lässt eine Wange dunkler, und eine Deckenlampe setzt Schatten in die Augenhöhlen. Ist das Licht grell, warte auf eine bedeckte Stunde oder häng einen dünnen weißen Vorhang vor die Scheibe. Bitte jemanden aus der Familie, das Handy auf Augenhöhe zu halten, oder lehn es an einen Bücherstapel, denn ein Handy unter dem Kinn verändert die Form des Kiefers.

Haare, Kleidung und Brille

Halte die Haare aus den Augen und von den Brauen fern. Eine Strähne auf der Stirn ist in Ordnung, solange beide Augen und Brauen ganz zu sehen sind. Mütze, Haarband und Kopfhörer bleiben weg. Ob ein Tuch oder eine ähnliche Bedeckung aus religiösen oder gesundheitlichen Gründen akzeptiert wird, entscheidet die annehmende Stelle, lies also deren Hinweise.

Zieh ein Oberteil an, das sich von der Wand abhebt. Ein weißer Kragen vor weißer Wand verwischt die Schulterlinie, ein dunkler oder mittlerer Ton gibt eine klare Kante. Meide auffällige Muster nah am Gesicht. Brillen gehen beim Schengen-Visum durch, wenn der Rahmen die Augen frei lässt und das Glas nichts spiegelt. Prüf im Live-Bild, ob sich ein Fenster oder eine Lampe zeigt, und verschiebe dich oder nimm die Brille ab, falls ja. Getönte Gläser werden nicht akzeptiert.

Im Tool aufnehmen

Tippe unter „2. Foto hinzufügen“ auf „Kamera öffnen“. Die geführte Kamera verfolgt dein Gesicht und löst nach drei Sekunden aus, aber erst, wenn Position, Haltung, Blick, Ausdruck und Licht stimmen. Hast du eine bessere Kamera, fügst du lieber ein Foto im Format JPG, PNG, WebP oder HEIC hinzu. Schau gerade in die Linse, das Kinn waagerecht, beide Schultern parallel zur Kamera, Mund geschlossen, ohne Lächeln.

Mach mehrere Aufnahmen. Die erste ist selten die schärfste, und schon ein kleiner Wechsel der Blickrichtung kann einen Schatten verschwinden lassen. Diese Schritte helfen dir dabei:

  • Dokument wählen und „Maße und Regeln anzeigen“ lesen
  • Auf „Kamera öffnen“ tippen oder eine Datei hinzufügen
  • Die „Prüfung“ lesen und Markiertes neu aufnehmen
  • Mit „Feinjustierung“ Position und Kopfgröße anpassen
  • „Gesicht, Haare und Kleidung“ auf „Ohne Verschönerung“ lassen

Ergebnis prüfen und speichern

Lies die „Prüfung“ Zeile für Zeile. Was unter „Einiges erfordert ein neues Foto“ steht, erklärt den Fehler und die Neuaufnahme, kleinere Mängel bei Helligkeit und Hintergrund sind schon behoben. Liegt das Gesicht außerhalb von 32 bis 36 mm, holst du es mit der „Feinjustierung“ zurück. Sieh danach noch einmal hin, ob Scheitel und beide Schultern im Bild sind.

Für ein Online-Formular wählst du „Datei speichern“ und vergleichst mit den Grenzen des Formulars, die je nach Stelle verschieden sind. Für Papier nimmst du „Druckbogen speichern“ und das Format 4×6 Zoll, 10×15 cm oder 89×127 mm, dann liegen mehrere Kopien 35 × 45 mm auf einer Seite. Druck in voller Größe, nicht auf die Seite verkleinert, und schneide an den grauen Linien.

Häufige Gründe für eine Ablehnung

Meist liegt es an denselben wenigen Fehlern, die du vor dem Absenden sehen kannst. Heb die Originalaufnahme auf, damit du es ohne Neuanfang noch einmal versuchen kannst. Ein Foto, das am Bildschirm gut wirkt, kann auf Papier durchfallen. Leg den Ausdruck in Originalgröße neben deinen Pass, falls du einen hast. Wirkt er wie ein anderer Mensch, mach lieber ein neues Bild, statt zu hoffen.

  • Gesicht außerhalb von 32 bis 36 mm, zu groß oder zu klein
  • Schatten auf der Wand oder einer Gesichtshälfte
  • Spiegelung im Glas oder Rahmen vor den Augen
  • Lächeln, offener Mund oder schiefer Kopf
  • Filter, Glättung oder veränderter Hintergrund
  • Gemusterte, dunkle oder ungleich beleuchtete Wand

Fragen und Antworten

Kann ich dasselbe Bild für den deutschen oder französischen Pass nehmen?

Nein, plane ein eigenes Foto ein. Deutschland nimmt Fotos für Pass und Ausweis seit dem 1. Mai 2025 nur von zertifizierten Studios oder Automaten an, Frankreich erwartet ein Foto aus dem Automaten oder vom Fotografen ohne weißen Hintergrund.

Muss der Hintergrund weiß sein?

Beim Schengen-Visum sind Weiß und Hellgrau möglich. Nimm, was mit deiner Wand und deinem Licht sauberer aussieht, und vermeide Schatten darauf.

Darf ich auf dem Foto eine Brille tragen?

Ja, wenn der Rahmen die Augen frei lässt und im Glas nichts spiegelt. Geht der Reflex nicht weg, nimm die Brille für die Aufnahme ab.

Nimmt das Konsulat ein Foto von zu Hause an?

Das entscheidet die annehmende Stelle, und manche stellen eigene Bedingungen. Das Tool wendet die veröffentlichten Maße zu Größe und Gesicht an und zeigt Fehler, eine Annahme kann es aber nicht versprechen.

Wird mein Foto irgendwohin hochgeladen?

Nein. Dein Bild bleibt im Browser auf deinem Gerät. Die Seite lädt nur ihren eigenen Code und ihre Modelle, nicht dein Foto.