Britisches Passfoto zu Hause selbst machen
Du verlängerst deinen britischen Reisepass oder beantragst einen neuen und willst nicht extra zum Fotografen? Hier liest du, wie du mit dem Handy ein Foto aufnimmst, das zu den veröffentlichten Maßen passt, und welche Datei du am Ende hochlädst oder ausdruckst.
Was das Foto zeigen muss
Ein britisches Passfoto ist hochformatig und misst 35 × 45 mm, so wie viele europäische Passfotos auch. Der größte Unterschied zu dem, was du aus Deutschland kennst, ist der Hintergrund: Verlangt werden Hellgrau oder Creme, nicht das reine Weiß, an das fast alle zuerst denken. Auf einem Handyfoto wird eine weiße Wand außerdem gern fleckig, in einer Ecke grau und in der anderen überstrahlt.
Gemessen wird der Kopf vom Kinn bis zur Schädeldecke, die Haare zählen nicht mit. Die Spanne liegt bei 29 bis 34 mm von insgesamt 45 mm Bildhöhe. Außerdem schaust du direkt in die Kamera, dein Ausdruck ist neutral, und das Bild ist nicht bearbeitet. Diese Angaben stehen auch auf der Regelkarte im Tool, die du unter „Maße und Regeln anzeigen“ aufklappst.
- Format 35 × 45 mm, hochkant
- Kopf vom Kinn bis zur Schädeldecke: 29 bis 34 mm
- Hintergrund hellgrau oder cremefarben
- Blick in die Kamera, neutraler Ausdruck
- Keine Mütze, keine getönten Gläser, keine Retusche
Zuerst klären: online oder auf Papier
Den Antrag stellst du entweder im Netz oder mit einem Formular auf Papier, und beide Wege brauchen eine andere Bilddatei. Online lädst du ein digitales Foto hoch, auf Papier schickst du einen Abzug, meist von einem Bogen mit mehreren Kopien. Entscheide das vor der Aufnahme, denn davon hängt ab, was du am Ende speicherst.
Stell unter „1. Dokument wählen“ das „Land“ auf Vereinigtes Königreich und wähle bei „Dokument und Format“ die Zeile für den Reisepass. Wirf einen Blick auf die Regelkarte. Sie wiederholt die Zahlen von oben, und im Zweifel zählt, was die Passbehörde in ihren aktuellen Hinweisen schreibt, denn solche Regeln können sich ändern.
Wand und Licht finden
Such dir eine ruhige Fläche ohne Bilderrahmen, Steckdose, Türzarge oder Vorhang hinter dem Kopf. In einer Mietwohnung eignet sich oft die Wand neben dem Garderobenspiegel oder die Innenseite einer hellen Zimmertür. Zwischen dir und der Fläche sollte rund ein Meter Platz sein, sonst wirft dein Kopf einen Schatten darauf.
Eine hellgraue oder cremefarbene Fläche braucht hinterher weniger Korrektur als eine strahlend weiße. Das Licht soll gleichmäßig auf beide Wangen fallen. Dreh dich deshalb zum Fenster, am besten bei bedecktem Himmel. Eine Lampe von oben oder von der Seite wirft Schatten unter die Nase und über ein Auge, und pralle Sonne lässt eine Gesichtshälfte hell und die andere dunkel.
Aufnehmen
Das Handy gehört auf Augenhöhe und etwas mehr als eine Armlänge entfernt. Stell es notfalls auf ein Regal oder einen Bücherstapel, damit es waagerecht bleibt. Noch einfacher ist es, wenn jemand anderes auslöst. Bist du allein, tippst du unter „2. Foto hinzufügen“ auf „Kamera öffnen“. Die geführte Kamera folgt deinem Gesicht und löst nach einem Countdown von drei Sekunden aus, aber nur, wenn Position, Schultern, Blickrichtung, Ausdruck und Licht stimmen.
Sitz gerade, beide Schultern auf gleicher Höhe, das Kinn parallel zum Boden. Schau in die Linse, schließ den Mund und entspann das Gesicht. Ein Lächeln mit Zähnen, hochgezogene Brauen oder zusammengekniffene Augen wirken schnell nicht mehr neutral. Mach mehrere Aufnahmen und nimm nicht automatisch die erste. Such die, auf der die Augen ganz offen sind und der Kopf gerade sitzt.
Haare, Kleidung und Brille
Streich die Haare aus den Augen und von den Brauen weg, damit das ganze Gesicht frei ist. Haare, die hinter den Schultern hängen, stören nicht. Zieh etwas an, das sich vom Hintergrund abhebt. Ein weißes oder sehr helles Oberteil verschwindet vor einer hellen Wand, während ein mittlerer oder dunkler Ton eine saubere Kontur ergibt. Kappe, Haarband, Kopfhörer und großer Schmuck am Gesicht bleiben zu Hause. Wenn du aus religiösen oder medizinischen Gründen etwas auf dem Kopf trägst, lies dafür die Hinweise der Passbehörde.
Brillen sind nach der Regelkarte erlaubt, solange der Rahmen die Augen nicht verdeckt und die Gläser nicht spiegeln. Getönte Gläser und Sonnenbrillen sind es nicht. Spiegelungen sind zu Hause der heikelste Punkt, weil Fenster oder Bildschirm im Glas auftauchen. Ein leicht gesenkter Kopf ändert den Winkel des Reflexes, doch er muss dabei gerade wirken. Geht die Spiegelung nicht weg, nimm die Brille für die Aufnahme ab.
Ergebnis prüfen
Lies die „Prüfung“ Zeile für Zeile. Was unter „Einiges erfordert ein neues Foto“ steht, kommt mit Grund und Tipp für die Neuaufnahme. Helligkeit, Farbstich und Hintergrund hat das Tool schon korrigiert. Achte darauf, dass der Kopf zwischen 29 und 34 mm liegt. Passt es nicht, schiebst du unter „Feinjustierung“ Position, Helligkeit und Kopfgröße innerhalb des erlaubten Bereichs zurecht.
Lass „Gesicht, Haare und Kleidung“ auf „Ohne Verschönerung“. Die Passstelle will ein Foto, das dich an einem gewöhnlichen Tag zeigt, und Glätten, Schlankermachen oder eine andere Frisur führen in die falsche Richtung. Halte das Ergebnis zuletzt neben dein Gesicht im Spiegel und frag dich, ob ein Fremder beide einander zuordnen würde.
Datei oder Druckbogen speichern
Für den Antrag im Netz klickst du auf „Datei speichern“. Du erhältst ein JPG mit 900 × 1157 Pixeln, dessen Größe zwischen 50 KB und 10 MB liegt, so wie es die Regelkarte für dieses Dokument vorsieht. Meckert die Upload-Seite, dann strecke oder beschneide das Bild nicht selbst, sondern speichere es noch einmal aus dem Tool.
Für das Papierformular wählst du „Druckbogen speichern“ im Format 4×6 Zoll, 10×15 cm oder 89×127 mm. Druck den Bogen in Originalgröße, also ohne „An Seite anpassen“, sonst schrumpft der Kopf unter 29 mm. Miss ein gedrucktes Gesicht mit dem Lineal nach, bevor du an den grauen Linien schneidest. Fotopapier mit matter oder halbmatter Oberfläche ohne Knicke ist am besten.
Warum Fotos von zu Hause abgelehnt werden
Die meisten Ablehnungen haben wenige Ursachen, und fast alle lassen sich bei einem zweiten Blick vermeiden. Geh die Liste durch, bevor du abschickst, und heb die Originalaufnahme auf. Die annehmende Stelle entscheidet im Einzelfall und kann ein neues Foto verlangen, auch wenn dir das Bild gelungen scheint.
- Kopf zu klein oder zu groß für die Spanne von 29 bis 34 mm
- Schatten im Gesicht oder auf der Wand
- Spiegelung in der Brille oder getönte Gläser
- Weißer, gemusterter oder ungleich ausgeleuchteter Hintergrund
- Lächeln, offener Mund oder schiefer Kopf
- Filter, Glättung oder ausgetauschter Hintergrund
- Ein Bild, das dir nicht mehr ähnlich sieht
Fragen und Antworten
Welche Größe hat ein britisches Passfoto?
35 × 45 mm. Der Kopf misst vom Kinn bis zur Schädeldecke 29 bis 34 mm, die Haare werden dabei nicht mitgezählt.
Darf der Hintergrund weiß sein?
Die Regelkarte nennt Hellgrau oder Creme. Eine weiße Wand wird auf dem Handyfoto oft ungleichmäßig, wähle deshalb eine helle graue oder cremefarbene Fläche mit gleichmäßigem Licht.
Darf ich eine Brille tragen?
Nur wenn der Rahmen die Augen nicht verdeckt und die Gläser nicht spiegeln. Getönte Brillen und Sonnenbrillen sind nicht erlaubt. Lässt sich der Reflex nicht beseitigen, nimm die Brille ab.
Welche Datei lade ich online hoch?
Nutze „Datei speichern“. Das Ergebnis ist ein JPG mit 900 × 1157 Pixeln und einer Größe von 50 KB bis 10 MB. Lies zusätzlich nach, was die Upload-Seite aktuell verlangt.
Wird mein Foto sicher angenommen?
Das kann kein Tool zusagen. Es folgt den veröffentlichten Maßen und weist auf Probleme hin, aber die Stelle, die den Antrag erhält, entscheidet, und Regeln können sich ändern.
Wird mein Foto auf eine Website hochgeladen?
Nein. Das Bild wird in deinem Browser auf deinem Gerät verarbeitet. Von der Website werden nur das Programm und die Bildmodelle geladen.
More guides
- US-Visumfoto oder Passfoto selbst machen, Schritt für SchrittUS-Visum- oder Passfoto zu Hause selbst aufnehmen: Format 51 × 51 mm, Kopfgröße, Wand, Licht, Brille, Pony und die richtige Datei, dazu Ablehnungsgründe.
- Foto für das indische E-Visum selbst machenFoto fürs indische E-Visum mit dem Handy aufnehmen: quadratisch 51 × 51 mm, 1000 × 1000 Pixel, weiße Wand, Kopf 25–35 mm, JPG zwischen 10 und 300 KB.
- Schengen-Visumfoto zu Hause selbst machenFoto fürs Schengen-Visum zu Hause aufnehmen: 35 × 45 mm, Kopf 32–36 mm, Hintergrund weiß oder hellgrau, Brille ohne Spiegelung, dazu Hinweise zum Konsulat.