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US-Visumfoto oder Passfoto selbst machen, Schritt für Schritt

Du bewirbst dich für ein Visum, ein Austauschjahr oder einen Job in den USA und brauchst ein Foto im US-Format? Hier steht, wie du es mit dem Handy zu Hause aufnimmst, worauf Wand, Licht und Haare achten müssen und wie du die richtige Datei speicherst.

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Für wen diese Anleitung gilt

Diese Anleitung ist für einen Antrag bei den US-Behörden gedacht, also etwa für ein Visum oder einen US-amerikanischen Reisepass. Sie gilt nicht für deinen deutschen Reisepass oder Personalausweis: Dafür werden seit dem 1. Mai 2025 nur digitale Fotos von zertifizierten Fotostudios oder vom Fotoautomaten der Behörde angenommen. Ein Selfie aus dem Wohnzimmer hilft dir dort nicht weiter.

Für US-Anträge sieht es anders aus. Das Format ist quadratisch, und wer das Foto online hochlädt, braucht ohnehin eine Datei, die du selbst erzeugst. Ob das Foto am Ende durchgeht, entscheidet die Stelle, bei der du den Antrag stellst. Regeln ändern sich, lies deshalb vor dem Hochladen die aktuellen Hinweise deines Antrags und nutze diese Seite als praktische Hilfe, nicht als Rechtsauskunft.

Die Vorgaben in Zahlen

Das Foto ist ein Quadrat von 2 × 2 Zoll, also 51 × 51 mm. Der Kopf wird vom Kinn bis zur Oberkante der Haare gemessen und soll 25 bis 35 mm hoch sein. Das ist ungefähr die Hälfte bis zwei Drittel der Bildhöhe. Ein vorhandenes Foto im Format 35 × 45 mm kannst du also nicht einfach wiederverwenden: Es ist nicht nur anders geschnitten, auch der Kopf wird anders gemessen.

Der Hintergrund ist Weiß oder gebrochenes Weiß, eine Brille ist nicht erlaubt, Hüte und Mützen auch nicht, und das Foto darf nicht retuschiert sein. Für die Online-Datei gilt im Tool 1200 × 1200 Pixel als JPG, beim Visumantrag höchstens 240 KB. Diese Werte stammen von der Regelkarte im Tool; ob dein Formular genau diese Grenzen nennt, siehst du in den Hinweisen des Antrags.

  • Quadrat, 51 × 51 mm (2 × 2 Zoll)
  • Kopf von der Haarspitze bis zum Kinn: 25 bis 35 mm
  • Weißer oder gebrochen weißer, einfarbiger Hintergrund
  • Blick geradeaus in die Kamera, Mund geschlossen, ruhiger Ausdruck
  • Keine Brille, keine Kopfbedeckung, keine Bearbeitung

Wand und Licht in der Wohnung

Such dir die hellste, ruhigste Wand: ein weiß gestrichener Flur, das Zimmer ohne Bilderrahmen oder die Rückseite einer Schranktür. Stell dich etwa einen Meter davor, damit dein Kopf keinen Schatten auf die Wand wirft. Vorhänge, Türrahmen, Raufasertapete mit Muster oder ein zerknittertes Betttuch zeichnen sich im Foto ab und sehen später wie eine Kante hinter dem Kopf aus.

Das Licht kommt am besten von vorn und von der Seite des Fensters, nicht von oben und nicht von einer Seite. Dreh dich am Vormittag zum Fenster, bei bedecktem Himmel ist es am gleichmäßigsten. Direkte Sonne auf einer Wange legt die andere Gesichtshälfte in den Schatten, und eine Deckenlampe allein macht dunkle Augenhöhlen. Wenn du nur Kunstlicht hast, stell zwei Lampen schräg vor dich, rechts und links, mit etwas Abstand.

Aufnehmen: Abstand, Höhe, Haltung

Das Handy gehört auf Augenhöhe. Halte es mit ausgestrecktem Arm und möglichst mit beiden Händen, dann bleiben die Schultern waagerecht. Direkt vor dem Gesicht wirken Nase und Stirn größer, deshalb ist Armlänge besser als ein Selfie aus dreißig Zentimetern. Hilft dir jemand aus der WG oder der Familie, stellt er sich einen bis zwei Meter entfernt hin und fotografiert dich mit der Rückkamera.

Tippe im Tool unter „2. Foto hinzufügen“ auf „Kamera öffnen“. Die geführte Kamera meldet dir, wenn du näher kommen musst, wenn der Kopf oben abgeschnitten ist oder wenn eine Gesichtshälfte im Schatten liegt, und löst nach drei Sekunden von selbst aus, sobald Position, Schultern, Blickrichtung, Ausdruck und Licht stimmen. Mit „Vorder-/Rückkamera wechseln“ nutzt du die andere Linse. Du kannst auch ein Foto aus der Kamera-App hinzufügen (JPG, PNG, WebP oder HEIC).

Sitz oder steh aufrecht, beide Schultern zeigen zur Kamera, das Kinn bleibt gerade. Schau in die Linse, nicht auf den Bildschirm, und mach einen neutralen Mund. Ein breites Lächeln, hochgezogene Augenbrauen oder ein schiefer Kopf sind der häufigste Grund, warum ein sonst gutes Foto neu gemacht werden muss.

Kleidung, Brille und Zubehör

Zieh etwas an, das du auch im Alltag trägst, aber nicht Weiß. Ein weißes Shirt vor weißer Wand lässt die Schultern verschwimmen, und das Tool warnt davor. Dunkelblau, Grün oder Grau geben eine saubere Kante. Das gilt auch für den Pulli, den du für die Uni-Bewerbung oder das Vorstellungsgespräch trägst: Ein Hemd mit schlichtem Kragen reicht.

Brillen sind für das US-Foto nicht erlaubt. Nimm sie ab, auch wenn du sie sonst nie ablegst, und schau nach, ob Druckstellen an der Nase oder Spiegelungen in den Augen übrig sind. Kappe, Haarband und Kopfhörer bleiben ebenfalls weg. Für eine Kopfbedeckung aus religiösen oder medizinischen Gründen gelten Ausnahmen, die die Stellen unterschiedlich handhaben: Lies dafür die aktuellen Hinweise deines Antrags.

Pony, Locken und Hochsteckfrisur

Die Haare dürfen weder die Augen noch die Augenbrauen verdecken. Wer einen langen Pony trägt, streicht ihn zur Seite oder steckt ihn mit einer Klammer fest. Die Prüfung im Tool zeigt dir, ob die Brauen sichtbar sind und ob Haare ein Auge oder die Gesichtskontur verdecken. Lange Haare hinter den Schultern oder auf den Schultern sind in Ordnung, solange das Gesicht frei bleibt.

Weil der Kopf bis zur Haarspitze zählt, verbrauchen Locken, ein hoher Dutt oder ein Haarknoten einen Teil der 25 bis 35 mm. Dein Gesicht erscheint dann kleiner als bei glatten, anliegenden Haaren. Mit dem Regler „Kopfgröße (im erlaubten Bereich)“ unter „Feinjustierung“ passt du das an. Halte ihn im Bereich, den das Tool zulässt, und lass bei einem Bild mit viel Volumen ruhig etwas Luft über dem Kopf.

Prüfen und die richtige Datei speichern

Lies die „Prüfung“ Zeile für Zeile. Alles unter „Einiges erfordert ein neues Foto“ nennt den Grund und einen Tipp zur Neuaufnahme, etwa bei starkem Schatten, einer spiegelnden Brille oder einem unscharfen Bild. Helligkeit, Farbstich, Kopfneigung und Hintergrund korrigiert das Tool selbst. Lass „Gesicht, Haare und Kleidung“ auf „Ohne Verschönerung“ stehen, denn retuschierte oder montierte Fotos werden nicht akzeptiert.

Für ein Online-Formular klickst du auf „Datei speichern“. Du bekommst ein quadratisches JPG, bei dem die Qualität so weit gesenkt wird, dass die Grenze für den Visumantrag eingehalten wird. Brauchst du Abzüge auf Papier, wähle „Druckbogen speichern“ im Format 4×6 Zoll, 10×15 cm oder 89×127 mm. Druck den Bogen in Originalgröße und ohne „An Seite anpassen“ und schneide an den grauen Linien. Das Foto sollte nicht älter als sechs Monate sein.

Warum Fotos zurückgeschickt werden

Meist liegt es an wenigen Dingen, die du vor dem Absenden selbst prüfen kannst. Geh die Liste durch und heb das Originalfoto auf, falls du noch einmal neu aufnehmen musst.

Ein Beispiel: Eine Studentin fotografiert sich abends im Flur unter der Deckenlampe, mit Brille und im weißen T-Shirt. Dasselbe Foto am Fenster, ohne Brille und mit einem dunklen Pulli, hätte alle drei Gründe vermieden. Wenn dein Foto auf dem Bildschirm gut aussieht, aber der Kopf klein im Quadrat schwimmt, ist die Kopfgröße der erste Punkt, den du ändern solltest.

  • Kopf zu klein oder zu groß für den Bereich von 25 bis 35 mm
  • Schatten an der Wand oder auf einer Gesichtshälfte
  • Brille, Spiegelung, Mütze oder Haarband noch auf dem Kopf
  • Filter, Glättung oder ausgetauschter Hintergrund
  • Grauer, gemusterter oder ungleich beleuchteter Hintergrund
  • Ein altes Foto, das nicht mehr wie du aussieht

Fragen und Antworten

Kann ich dieses Foto auch für meinen deutschen Reisepass verwenden?

Nein. Für deutsche Pässe und Ausweise brauchst du ein Foto aus einem zertifizierten Studio oder vom Automaten der Behörde. Das quadratische US-Format ist nur für US-Anträge gedacht.

Ist das Visumfoto genauso groß wie das Foto für den US-Reisepass?

Ja, beide haben 2 × 2 Zoll (51 × 51 mm) und einen Kopf von 25 bis 35 mm. Beim Online-Formular für das Visum kommt eine Datei mit 1200 × 1200 Pixeln und höchstens 240 KB dazu.

Darf ich beim Foto meine Brille aufbehalten?

Nach der Regelkarte im Tool nicht. Nimm sie für das Foto ab und lies die aktuellen Hinweise deines Antrags, falls du aus medizinischen Gründen eine Ausnahme brauchst.

Reicht ein Foto mit dem Handy aus?

In der Regel ja, wenn Licht, Abstand und Hintergrund stimmen. Prüfe das Ergebnis im Tool, bevor du es speicherst, und nimm es neu auf, wenn dort noch ein Problem steht.

Wird das Foto garantiert angenommen?

Nein. Das Tool folgt den veröffentlichten Maßen und weist dich auf Probleme hin, aber die Stelle, die dein Foto erhält, entscheidet. Rechne mit der Möglichkeit, es noch einmal einzureichen.

Wird mein Foto irgendwohin hochgeladen?

Nein. Das Foto wird in deinem Browser auf deinem Gerät verarbeitet. Von der Website werden nur das Programm und die Bildmodelle geladen.