selfiedesk

Passfoto Größe: So lesen Sie die Maße einer Vorgabe

Wer nach der Passfoto Größe sucht, findet meist nur eine Zahl wie 35 × 45 mm. Das ist erst die halbe Vorgabe: Dazu gehören die Höhe des Kopfes, der Abstand zum Rand und bei Online-Anträgen Pixel und Dateigröße. Hier steht, wie Sie diese Angaben lesen und Ihr Foto dagegen prüfen.

Zuletzt aktualisiert:

Papierformat und Kopfhöhe sind zwei verschiedene Angaben

Die erste Zahl einer Vorgabe beschreibt das Blatt oder Bild, zum Beispiel 35 × 45 mm: 35 mm Breite, 45 mm Höhe. Die zweite Angabe betrifft das Gesicht darin. Bei vielen europäischen Dokumenten soll der Kopf vom Kinn bis zur Schädeldecke 32 bis 36 mm messen. Auf einem 45 mm hohen Bild entspricht das etwa 71 bis 80 Prozent der Bildhöhe.

Deshalb genügt es nicht, ein Selfie auf 35 × 45 mm zuzuschneiden. Ist der Kopf zu klein, wird das Foto abgelehnt, auch wenn das Papierformat stimmt. Und ein zu großer Kopf, bei dem Scheitel oder Kinn am Rand abgeschnitten sind, scheitert aus dem umgekehrten Grund.

Passbild Maße: Beispiele aus den Regelkarten

Das Tool führt für jedes Dokument eine Regelkarte, die Sie mit „Maße und Regeln anzeigen“ öffnen. Einige Werte daraus zur Orientierung:

  • Deutschland, Schengen-Visum, Australien, Japan, Südkorea: 35 × 45 mm, Kopf meist 32 bis 36 mm
  • Vereinigtes Königreich: 35 × 45 mm, Kopf 29 bis 34 mm
  • USA und Indien (E-Visum): quadratisch, 51 × 51 mm, Kopf 25 bis 35 mm
  • China: 33 × 48 mm, Kopf 28 bis 33 mm
  • Übliche Formate: 3×4 mit 30 × 40 mm und Kopf 24 bis 28 mm, außerdem 50 × 70 mm

Wo der Kopf anfängt: Haare oder Schädeldecke?

Dasselbe Millimetermaß kann je nach Land etwas anderes meinen. Europa, Südkorea und das Vereinigte Königreich messen bis zur Schädeldecke, die Haare zählen nicht mit. Die USA, Japan und China messen bis zur Oberkante der Haare. Wer dichtes oder hochgestecktes Haar trägt, bekommt bei der ersten Variante ein größeres Gesicht als bei der zweiten.

Das Tool wendet die jeweilige Messregel an, sodass Sie nicht umrechnen müssen. Wenn Sie ein Foto selbst am Rechner zuschneiden, sollten Sie diese Unterscheidung kennen: Messen Sie das Kinn bis zum Kopfansatz, nicht bis zur Frisur, wenn es um ein europäisches Format geht.

Passfoto Größe in Pixel: Von Millimetern zu Bildpunkten

Online-Formulare verlangen Pixel statt Millimeter. Die Umrechnung ist einfach: Ein Zoll hat 25,4 mm, die Auflösung wird in Pixeln pro Zoll angegeben. Bei 300 Pixeln pro Zoll sind 35 mm etwa 413 Pixel und 45 mm etwa 531 Pixel. So kommt die Vorgabe 413 × 531 px für ein südkoreanisches Passfoto als Datei zustande.

Bei den Vorgaben für Anträge verbirgt sich oft eine andere Rechnung. Ein US-Visumfoto ist 2 × 2 Zoll groß und wird mit 1200 × 1200 Pixeln hochgeladen, das entspricht 600 Pixeln pro Zoll. Merken Sie sich: Pixel bestimmen Schärfe und Upload, Millimeter bestimmen den Ausdruck.

Dateigröße und Format bei Online-Anträgen

Neben den Pixeln gibt es oft eine Obergrenze in Kilobyte. Das US-Visum erlaubt eine Datei bis 240 KB. Das indische E-Visum akzeptiert JPG zwischen 10 und 300 KB bei 350 bis 1000 Pixeln. Für das britische Passfoto liegen die Dateien zwischen 50 KB und 10 MB bei 900 × 1157 Pixeln, für ein chinesisches Visum bei 420 × 560 Pixeln zwischen 40 und 120 KB.

Das Tool speichert ein JPG in der verlangten Pixelgröße und passt die Qualität so an, dass die Obergrenze eingehalten wird. Für Formate ohne Upload-Vorgabe bekommen Sie eine Datei, die sich zum Ausdruck eignet.

Wichtig ist die Reihenfolge: Erst die Pixel passend wählen, dann die Qualität senken. Wer ein großes Foto nachträglich mehrfach verkleinert und wieder speichert, verliert Schärfe. Speichern Sie deshalb direkt aus dem Tool in der Größe, die das Formular nennt, und laden Sie dieselbe Datei hoch, ohne sie noch einmal umzuwandeln.

Biometrisches Passfoto Format: Was für Deutschland gilt

Das biometrische Passfoto Format in Deutschland ist 35 × 45 mm, mit einem Kopf von 32 bis 36 mm und hellem Hintergrund. Das Tool hat dafür die Karte „Biometrisches Foto“. Es erzeugt diese Geometrie für Visa und ähnliche Zwecke. Für den deutschen Reisepass und den Personalausweis ist das Ergebnis dennoch nicht zu verwenden: Seit dem 1. Mai 2025 werden dort nur digitale Fotos von zertifizierten Studios oder dem Fotoautomaten der Behörde angenommen. Am Maß scheitert es also nicht, sondern am Weg, auf dem das Bild entsteht.

So prüfen Sie Ihr Foto gegen die Vorgabe

Öffnen Sie „Maße und Regeln anzeigen“ und notieren Sie Format, Kopfbereich und erlaubte Hintergründe. Aktivieren Sie in der Vorschau „Maßlinien zeigen“: Dort sehen Sie, ob das Kinn und die Schädeldecke innerhalb der Linien liegen. Unter „Feinjustierung“ ändern Sie die Kopfgröße im erlaubten Bereich sowie Position und Helligkeit.

Wenn Sie ausdrucken, messen Sie nach: Legen Sie ein Lineal an das Kinn und die Oberkante des Kopfes. Liegt der Wert außerhalb des Bereichs, wurde beim Druck skaliert, und der Bogen muss in Originalgröße neu ausgegeben werden. Im Zweifel hat die ausstellende Stelle das letzte Wort.

Fragen und Antworten

Welche Passfoto Größe gilt in Deutschland?

35 × 45 mm, mit einer Kopfhöhe von 32 bis 36 mm vom Kinn bis zur Schädeldecke. Für Reisepass und Personalausweis müssen Sie das Foto aber im zertifizierten Studio oder am Fotoautomaten der Behörde anfertigen lassen.

Sind alle Passbilder gleich groß?

Nein. Europa, Japan, Südkorea und Australien nutzen 35 × 45 mm, die USA 51 × 51 mm, China 33 × 48 mm. Auch bei gleichem Format unterscheidet sich die Kopfhöhe, deshalb zählt die Regelkarte des einzelnen Dokuments.

Wie viele Pixel hat ein Foto in 35 × 45 mm?

Bei 300 Pixeln pro Zoll sind es etwa 413 × 531 Pixel. Verlangt ein Formular andere Werte, richten Sie sich nach dem Formular.

Warum wurde mein Foto trotz richtiger Maße abgelehnt?

Häufig liegt es am Kopf: zu klein, zu groß oder angeschnitten. Dazu kommen Schatten, ein getönter Hintergrund, Spiegelungen in der Brille oder Retusche. Das Papierformat allein sagt darüber nichts.