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Bewerbungsfoto selber machen: Schritt für Schritt zum Lebenslauf-Bild

Ein Bewerbungsfoto selber machen kann sich lohnen, wenn Sie wissen, was es leisten soll: freundlich, ruhig, gut erkennbar. Hier steht, wann ein Foto überhaupt hineingehört, welches Format sich anbietet, wie Sie Hintergrund und Kleidung wählen und wo die Bearbeitung aufhört.

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Braucht Ihre Bewerbung überhaupt ein Foto?

In Deutschland ist das Foto in der Bewerbung freiwillig. Niemand kann Sie dazu zwingen, und manche Arbeitgeber bitten ausdrücklich um Unterlagen ohne Bild. Andere Branchen und Betriebe erwarten es weiterhin, oder ein Foto gehört zur Selbstdarstellung, etwa im Vertrieb, in der Gastronomie oder in kleinen Unternehmen.

Lesen Sie die Stellenanzeige. Steht dort „bitte ohne Foto“, lassen Sie es weg. Ist ein Bewerbungsportal mit Foto-Feld vorhanden, prüfen Sie, ob es ein Pflichtfeld ist. Und wenn Sie ein Foto beilegen, soll es besser aussehen als gar keines: Ein Urlaubsschnappschuss schadet mehr, als er nützt.

Welches Format bietet sich an?

Eine einheitliche Pflichtgröße gibt es nicht. Üblich ist ein Hochformat im Stil eines Passbilds, auf der ersten Seite oder im Kopf des Lebenslaufs. Im Tool wählen Sie dafür unter „Land“ die Option „Allgemeine Formate“. Dort stehen 35 × 45 mm, 30 × 40 mm und 50 × 70 mm zur Wahl, jeweils mit erlaubter Retusche und den Hintergründen Weiß, Hellgrau und Hellblau.

Für andere Länder führt das Tool eigene Bewerbungsformate, etwa Südkorea und Japan mit 30 × 40 mm und Brasilien mit dem 3×4-Foto. Sie sind als übliche Formate gekennzeichnet, nicht als amtliche Vorgabe. Wer sich im Ausland bewirbt, fragt bei der Firma nach, was dort erwartet wird.

Bewerbungsfoto selber machen: die Aufnahme

Die Aufnahme entscheidet über das Ergebnis. Stellen Sie sich vor eine helle, ruhige Wand und lassen Sie das Licht von vorn oder leicht seitlich aus einem Fenster kommen. Die Kamera sollte auf Augenhöhe stehen, am besten auf einem Stativ oder einem Bücherstapel, und der Kopf bleibt gerade.

Anders als beim Pass dürfen Sie hier lächeln. Ein entspanntes, leichtes Lächeln wirkt offener als ein starrer Blick. Lassen Sie sich Zeit, machen Sie zwanzig Aufnahmen und wählen Sie die aus, auf der die Augen wach wirken. Mit der geführten Kamera im Tool gelingt das auch allein: Sie löst erst aus, wenn Haltung und Licht stimmen.

Bewerbungsfoto Hintergrund: ruhig statt auffällig

Beim Bewerbungsfoto Hintergrund gilt: Je weniger Ablenkung, desto besser. Weiß, Hellgrau oder ein zartes Blau lenken nicht vom Gesicht ab. Unter „Feinjustierung“ können Sie den Hintergrund einfärben oder den vorhandenen behalten und gleichmäßiger machen, was bei einer glatten Wand oft genügt.

Meiden Sie dunkle Töne hinter dunklen Haaren, sie schlucken den Haarrand. Ebenso heikel sind Muster, Zimmerpflanzen und Möbel im Bild. Der Hintergrund soll später nicht auffallen, auch nicht beim Ausdruck auf einfachem Papier.

Kleidung und Anzug-Option

Zeigen Sie sich so, wie Sie am ersten Arbeitstag auftreten würden. Für ein Büro bedeutet das meist Hemd oder Bluse, vielleicht ein Sakko. Wählen Sie eine Farbe, die sich vom Hintergrund absetzt, also nichts Weißes vor weißer Wand. Die Schultern sollten sichtbar und waagerecht sein.

Wer keine passende Kleidung zur Hand hat, kann bei Formaten mit erlaubter Retusche unter „Kleidung“ einen „Anzug ohne Krawatte“ oder einen „Anzug mit Krawatte“ wählen, samt Farbe für Sakko und Hemd. Das Gesicht bleibt dabei unverändert. Prüfen Sie Kragen und Schultern genau; sieht etwas unnatürlich aus, ist das echte Hemd die bessere Wahl.

Was Retusche darf und was nicht

Bei Bewerbungsfotos sind dezente Korrekturen üblich: Helligkeit, Farbstich, ein Pickel, rote Augen. Das Tool erlaubt sie in den allgemeinen Formaten, mit der Einstellung „Automatisch verschönern“. Heikel wird es, wenn Sie so stark glätten, dass Sie beim Vorstellungsgespräch kaum wiedererkannt werden. Die Faustregel: Das Bild soll zeigen, wie Sie an einem guten Tag aussehen, nicht wie eine andere Person.

Gesichtszüge und Frisur ändert das Tool nicht grundlegend, und es erzeugt kein neues Gesicht. Für Pass oder Ausweis gelten andere Regeln, dort bleibt „Ohne Verschönerung“ eingestellt.

Bewerbungsfoto Größe als Datei und Ausdruck

Für das Online-Formular speichern Sie über „Datei speichern“ ein JPG. Hat das Portal eine Obergrenze in Kilobyte, die das Tool für dieses Format nicht kennt, prüfen Sie die Dateigröße vor dem Hochladen und verkleinern Sie das Bild gegebenenfalls.

Für die Bewerbungsmappe nutzen Sie „Druckbogen speichern“ im Format 10×15 cm oder 4×6 Zoll und schneiden die Bilder an den Linien aus. Drucken Sie in Originalgröße. Prüfen Sie am Ende, ob Gesicht, Hintergrund und Farben auch auf Papier ruhig wirken.

Häufige Fehler beim Selbstversuch

Am häufigsten misslingen Bewerbungsfotos, weil das Handy zu nah am Gesicht oder zu tief gehalten wird. Das verzerrt Nase und Kinn und wirkt unvorteilhaft. Ebenso oft stört ein Schatten der eigenen Hand oder des Körpers auf der Wand. Stellen Sie sich deshalb einen Schritt vor die Wand und nutzen Sie, wenn möglich, den Selbstauslöser.

Ein weiterer Fehler ist ein zu enger oder zu weiter Ausschnitt. Im Lebenslauf soll der Kopf klar zu erkennen sein, Schultern dürfen den Rahmen füllen. Das Tool hält die Kopfgröße im Bereich des Formats, sodass das Gesicht weder verloren wirkt noch am Rand klebt. Alte Fotos sollten Sie ersetzen, wenn Sie sich heute deutlich anders zeigen.

Fragen und Antworten

Muss ich in Deutschland ein Bewerbungsfoto beilegen?

Nein, das Foto ist freiwillig. Beachten Sie aber die Stellenanzeige: Bittet die Firma um Unterlagen ohne Foto, lassen Sie es weg, und im Zweifel fragen Sie nach.

Kann ich mein Bewerbungsfoto selber machen und trotzdem professionell wirken?

Ja, wenn Licht, Hintergrund und Haltung stimmen. Ein ruhiger Hintergrund, Fensterlicht von vorn, eine Kamera auf Augenhöhe und passende Kleidung zählen mehr als die Ausrüstung.

Welche Größe hat ein Bewerbungsfoto?

Eine feste Vorgabe gibt es nicht. Verbreitet sind Hochformate wie 35 × 45 mm oder 30 × 40 mm. Wählen Sie im Tool „Allgemeine Formate“ und richten Sie sich nach Anzeige und Portal.

Darf ich lächeln?

Ja. Bei Bewerbungsfotos ist ein natürliches Lächeln üblich. Bei Reisepass, Ausweis und Visum gilt dagegen oft ein neutraler Ausdruck.