Passfoto für den australischen Reisepass selbst machen
Du ziehst für ein Working-Holiday-Jahr nach Australien oder hast dort Familie und brauchst ein Foto für den australischen Reisepass? Hier steht, wie du es zu Hause mit dem Handy aufnimmst, was Wand, Licht und Frisur leisten müssen und wie du das Ergebnis als Datei oder Druckbogen sicherst.
Wann dir diese Anleitung weiterhilft
Die Anleitung richtet sich an alle, die einen australischen Reisepass beantragen oder verlängern, auch wenn sie gerade in Deutschland, Österreich oder der Schweiz leben. Typisch ist die Studentin, die ihren Pass vor dem Auslandssemester erneuert, oder der Vater, der für sein Kind mit doppelter Staatsbürgerschaft ein Foto braucht. Für den deutschen Reisepass gilt sie nicht: Dort werden seit Mai 2025 ausschließlich digitale Bilder von zertifizierten Studios oder Behördenautomaten akzeptiert.
Alle Werte unten kommen aus der Regelkarte des Tools und wurden im Oktober 2026 mit den Angaben der zuständigen Stelle verglichen. Regeln ändern sich, und das letzte Wort hat das Amt, das deinen Antrag bearbeitet. Lies deshalb vor dem Einreichen die aktuellen Hinweise zum Antrag; diese Seite ist eine praktische Hilfe und keine Rechtsauskunft.
Die Vorgaben auf einen Blick
Das Foto misst 35 × 45 mm, also die Größe, die du auch von vielen europäischen Ausweisen kennst. Der Kopf soll vom Kinn bis zur Schädeldecke 32 bis 36 mm hoch sein. Wichtig ist der Zusatz: Die Haare zählen bei dieser Messung nicht mit. Wer dichtes, hohes oder lockiges Haar hat, wird also nicht benachteiligt, sondern bekommt dieselbe Gesichtsgröße wie jemand mit anliegendem Haar.
Als Hintergrund sind Weiß oder Hellgrau vorgesehen. Gläser vor den Augen und Hüte sind tabu, das Gesicht wirkt ruhig, und am Bild wird nichts nachgebessert. Du kannst es als Datei für ein Online-Formular speichern oder als Druckbogen für den Papierantrag.
- Format 35 × 45 mm
- Kopf vom Kinn bis zur Schädeldecke: 32 bis 36 mm, Haare nicht mitgemessen
- Hintergrund weiß oder hellgrau, einfarbig
- Blick frontal in die Kamera, neutraler Ausdruck
- Ohne Brille, ohne Hut oder Mütze, ohne Nachbearbeitung
Den passenden Platz in der Wohnung finden
Geh durch deine Räume und halte nach einer glatten, hellen Fläche Ausschau. Gut funktionieren eine weiß gestrichene Wand im Flur, eine Zimmertür ohne Aufkleber oder ein großes weißes Laken, das du straff aufhängst. Ungeeignet sind Rauhfaser mit starkem Relief, Regale, Poster und Kleiderhaken, denn jede Kante hinter deinem Kopf erscheint später als Störung im Hintergrund.
Wähle zwischen Weiß und Hellgrau das, was dir dein Raum ohnehin liefert. Eine leicht graue Wand in schwachem Licht ist erlaubt, eine gelbliche Wand unter einer Glühlampe dagegen nicht, weil sie später als Farbstich auffällt. Stell dich etwa einen Schritt vor die Fläche, damit dein Schatten nicht auf der Wand landet.
Licht: weich, von vorn, ohne Schatten
Das beste Licht kommt von einem großen Fenster, das vor dir liegt. Dreh dich dem Fenster zu, am besten an einem bewölkten Tag oder am Vormittag, wenn die Sonne nicht direkt hereinscheint. Praller Sonnenschein erzeugt harte Schatten unter der Nase und auf einer Gesichtshälfte, und eine Deckenlampe allein macht die Augenhöhlen dunkel.
Hast du abends nur Kunstlicht, arbeite mit zwei gleich hellen Lampen links und rechts vor dir, etwas oberhalb der Augen. Schalte ein Mischlicht aus warmen und kalten Lampen vorher auf eine Sorte um. Die Prüfung im Tool warnt dich später vor einseitigem Schatten, aber ein sauberes Ausgangsbild erspart dir die Neuaufnahme.
Aufnehmen: Haltung und Abstand
Öffne unter „2. Foto hinzufügen“ die Option „Kamera öffnen“. Die geführte Kamera sagt dir, wenn du näher heranrücken musst oder der Kopf angeschnitten ist, und löst nach drei Sekunden selbst aus, sobald Position, Blick und Licht passen. Über „Vorder-/Rückkamera wechseln“ schaltest du auf die andere Linse um; bei Hilfe durch jemand anderen ist die Rückseite meist schärfer. Alternativ fügst du ein Foto aus deiner Galerie hinzu.
Halte das Handy auf Augenhöhe. Sitz oder steh gerade, beide Schultern zeigen zur Linse, das Kinn bleibt waagerecht. Schau in die Linse und nicht auf den Bildschirm. Der Mund bleibt ruhig: Die Regelkarte verlangt einen neutralen Ausdruck, ein Lächeln ist also nicht gewünscht. Mach lieber fünf Aufnahmen hintereinander und such dir die ruhigste aus.
Brille, Kleidung und Haare
Für den australischen Reisepass ist keine Brille erlaubt. Leg sie beiseite, selbst wenn du ohne sie kaum etwas erkennst, und warte kurz, bis Druckstellen an der Nase verblasst sind. Auch Mütze, Stirnband und Kopfhörer bleiben weg. Zieh dir ein Oberteil an, das sich von der Wand abhebt: Weiß auf Weiß lässt den Schulterbereich ausfransen, ein dunkles Hemd oder ein grüner Pulli gibt eine klare Linie.
Die Haare dürfen das Gesicht nicht verdecken. Streiche langen Pony zur Seite oder stecke ihn fest, sodass Augen und Brauen frei sind. Weil der Kopf bis zur Schädeldecke gemessen wird, musst du für den Dutt oder die Locken keine Rücksicht auf die Kopfhöhe nehmen; achte nur darauf, dass über dem Kopf noch etwas Luft bleibt.
Prüfen, justieren, speichern
Wähle zuerst unter „1. Dokument wählen“ bei „Land“ Australien und bei „Dokument und Format“ die Zeile für den australischen Reisepass. Mit „Maße und Regeln anzeigen“ siehst du die Karte schon vor der Aufnahme. Anschließend gehst du die „Prüfung“ Punkt für Punkt durch. Die Meldungen im Abschnitt „Einiges erfordert ein neues Foto“ erklären den Grund samt Tipp, zum Beispiel bei Schatten oder Unschärfe.
Unter „Feinjustierung“ stellst du Position und Kopfgröße im Bereich von 32 bis 36 mm ein. Bei „Gesicht, Haare und Kleidung“ bleibt „Ohne Verschönerung“ gewählt, weil bearbeitete Bilder nicht vorgesehen sind. Für ein Online-Formular wählst du „Datei speichern“. Für den Papierantrag eignet sich „Druckbogen speichern“, und die Papiergröße wählst du dort passend zu deinem Fotopapier. Drucke ihn maßstabsgetreu aus, ohne das Bild einzupassen, und schneide entlang der Linien.
Häufige Fehler vor dem Absenden
Die meisten Rückfragen lassen sich vorher selbst vermeiden. Geh die folgende Liste durch, bevor du den Antrag abgibst, und hebe die Originalaufnahme auf, falls eine zweite Runde nötig wird.
Ein Beispiel aus dem Alltag: Jemand fotografiert sich abends im Wohnzimmer mit Brille vor einem Bücherregal. Dasselbe Foto morgens im Flur, ohne Brille und mit ruhigem Mund, hätte jeden dieser Punkte ausgeräumt.
- Brille oder Kopfbedeckung noch auf
- Lächeln oder offener Mund
- Schatten hinter dem Kopf oder auf einer Gesichtshälfte
- Gemusterter, gelblicher oder ungleich ausgeleuchteter Hintergrund
- Kopf zu klein oder angeschnitten
- Filter, Glättung oder ausgetauschter Hintergrund
Fragen und Antworten
Welche Maße hat das Foto für den australischen Reisepass?
Laut Regelkarte im Tool 35 × 45 mm, mit einem Kopf von 32 bis 36 mm vom Kinn bis zur Schädeldecke. Die Haare werden bei dieser Messung nicht mitgezählt.
Darf ich meine Brille aufbehalten?
Nein, die Regelkarte nennt keine Brille. Leg sie für die Aufnahme ab. Brauchst du wegen einer Erkrankung eine Sonderregel, frag bei der Antragsstelle nach.
Ist Weiß oder Hellgrau besser für den Hintergrund?
Beides ist vorgesehen. Nimm, was deine Wand ohne Farbstich liefert; wichtig ist, dass die Fläche gleichmäßig und frei von Schatten ist.
Darf ich lächeln?
Besser nicht. Die Regelkarte verlangt einen neutralen Ausdruck, und die Prüfung weist auf ein Lächeln oder einen offenen Mund hin, bevor du speicherst.
Wird mein Foto garantiert angenommen?
Eine Garantie gibt es nicht. Das Tool richtet sich nach den veröffentlichten Maßen und zeigt Probleme an, doch das Amt entscheidet. Rechne damit, das Bild notfalls zu ersetzen.
Wird mein Foto hochgeladen?
Nein. Alles passiert im Browser auf deinem Gerät. Aus dem Internet kommen lediglich die Seite selbst und die Modelle zur Bilderkennung.
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