Passfoto für den japanischen Reisepass zu Hause aufnehmen
Ein Austauschjahr in Tokio, Verwandte in Osaka oder ein japanischer Pass, der bald abläuft: Das Foto dafür kannst du in der eigenen Wohnung aufnehmen. Hier steht, worauf Japan besonders achtet, vom Abstand über dem Kopf bis zur Frage, warum ein gespiegeltes Selfie scheitert.
Für welchen Antrag das Foto gedacht ist
Die Anleitung gilt für den japanischen Reisepass. Sie hilft zum Beispiel jemandem, der als Kind mit japanischen Eltern in Deutschland aufgewachsen ist und den Pass bei der Vertretung in Düsseldorf, München oder Berlin erneuert. Für deutsche Dokumente ist sie nicht gedacht: Die gelten mit anderen Regeln und einem eigenen Weg über zertifizierte Anbieter.
Alle Angaben stammen aus der Regelkarte des Tools und wurden im Oktober 2026 mit den Hinweisen der zuständigen Stelle verglichen. Ämter präzisieren ihre Anforderungen gelegentlich, und über die Annahme entscheidet am Ende die Stelle, die den Antrag prüft. Lies darum vorher die aktuellen Hinweise; die Seite hier ist eine Arbeitshilfe, keine Rechtsberatung.
Was Japan verlangt
Das Foto ist 35 × 45 mm groß. Anders als in manchen anderen Ländern wird der Kopf hier von der Oberkante der Haare bis zum Kinn gemessen, und er soll 32 bis 36 mm hoch sein. Zusätzlich verlangt die Regelkarte 2 bis 6 mm Platz zwischen der Oberkante der Haare und dem oberen Bildrand. Wer den Kopf zu groß aufzieht, verletzt also schnell die Abstandsregel.
Der Hintergrund ist weiß. Der Mund bleibt geschlossen, der Blick geht frontal in die Kamera. Eine Brille ist zulässig, solange die Gläser nicht spiegeln und nicht getönt sind. Kopfbedeckungen und jede Art von Retusche sind nicht vorgesehen, und das Foto darf nicht seitenverkehrt sein.
- Format 35 × 45 mm
- Kopf von der Haarspitze bis zum Kinn: 32 bis 36 mm
- 2 bis 6 mm freier Raum über dem Kopf
- Weißer Hintergrund, Mund geschlossen
- Brille nur ohne Spiegelung und ohne Tönung
- Nicht gespiegelt, nicht retuschiert
Warum das Spiegelbild ein Problem ist
Viele Handys zeigen in der Vorschau der Frontkamera ein Spiegelbild, damit es sich wie ein Blick in den Spiegel anfühlt. Manche speichern genau dieses gespiegelte Bild ab. Dann sitzt der Scheitel auf der falschen Seite, und Muttermale oder Narben wandern auf die andere Wange. Japan lässt solche Fotos nicht gelten.
Das Tool kümmert sich darum: Es speichert die Datei richtig herum, egal, wie dein Handy die Vorschau zeigt. Trotzdem lohnt sich ein Blick auf das Ergebnis. Vergleiche das Bild mit deinem Passfoto im alten Pass oder mit einem Bild, das jemand anderes von dir gemacht hat: Sitzt der Scheitel dort, wo er im echten Leben sitzt, passt alles.
Wand und Licht
Such dir eine weiße, glatte Fläche ohne Muster. In einer Mietwohnung ist das oft die Wand neben der Wohnungstür oder die Seite eines hellen Schranks. Ein Vorhang, ein Heizkörper oder Bilderhaken im Hintergrund fallen später auf. Rück etwa einen Schritt von der Fläche weg, damit dein Kopf keinen Schatten wirft.
Gleichmäßiges Licht gelingt am besten am Tag mit bedecktem Himmel, wenn du das Fenster vor dir hast. Bei Abendaufnahmen helfen zwei Lampen mit gleicher Lichtfarbe, die du links und rechts vor dir aufstellst. Eine einzelne Lampe von der Seite lässt die gegenüberliegende Gesichtshälfte dunkel, und die Prüfung im Tool wird das anmerken.
Aufnehmen mit dem Tool
Stelle unter „1. Dokument wählen“ bei „Land“ Japan ein und wähle bei „Dokument und Format“ den Eintrag für den japanischen Reisepass. „Maße und Regeln anzeigen“ zeigt dir die Karte, bevor du ein Bild machst. Dann geht es mit „2. Foto hinzufügen“ weiter: Tippe auf „Kamera öffnen“ oder füge eine fertige Aufnahme aus der Galerie hinzu.
Halte das Handy auf Höhe der Augen, am besten mit beiden Händen oder auf einem kleinen Stativ. Sitz aufrecht, Schultern waagerecht, Kinn gerade. Der Mund ist zu, der Ausdruck ruhig. Die geführte Kamera löst nach drei Sekunden aus, wenn Haltung und Licht passen; mit „Vorder-/Rückkamera wechseln“ nutzt du bei Bedarf die zweite Linse.
Brille, Haare, Kleidung
Mit Brille darfst du fotografieren, wenn der Rahmen die Augen frei lässt und das Glas nichts reflektiert. Tipp: Neige das Handy minimal nach unten und schalte Lampen aus, die direkt auf die Gläser strahlen. Getönte Gläser, auch leicht getönte, sind nicht vorgesehen. Wenn du dir unsicher bist, nimm die Aufnahme einmal mit und einmal ohne Brille und entscheide danach.
Beim Haar zählt die Oberkante, deshalb brauchst du einen Dutt oder eine Hochsteckfrisur nicht zu verstecken, musst aber den Abstand nach oben im Blick behalten. Die Kleidung sollte sich von der weißen Wand abheben: Ein dunkler Pullover oder eine Bluse in Marine liefert eine saubere Kante, weiße Oberteile verschwinden dagegen.
Prüfen und sichern
Die „Prüfung“ vergleicht dein Bild mit den Werten der Karte: Kopfgröße, Abstand nach oben, Hintergrund, Mund, Blick. Meldungen unter „Einiges erfordert ein neues Foto“ kommen mit Begründung und Tipp. Mit der „Feinjustierung“ schiebst du den Ausschnitt oder änderst die Kopfgröße; die Grenzen für Kopf und Abstand überwacht das Tool.
Lass bei „Gesicht, Haare und Kleidung“ die Einstellung „Ohne Verschönerung“ unangetastet. Für ein Online-Formular wählst du „Datei speichern“, für Papier „Druckbogen speichern“. Beim Ausdruck solltest du die Größe nicht verändern: Stell den Drucker auf 100 Prozent und verzichte auf „An Seite anpassen“. Miss danach das Foto mit einem Lineal nach, die Breite muss 35 mm betragen.
Typische Stolpersteine
Die häufigsten Gründe für ein abgelehntes Foto sind unspektakulär. Wer die Liste vor dem Einreichen durchgeht, spart sich eine zweite Runde auf dem Amt.
Ein Beispiel: Ein Student fotografiert sich mit der Frontkamera, nah am Gesicht, mit ausgeschaltetem Licht im Flur. Die Nase wirkt groß, der Abstand zum oberen Rand fehlt, und das Bild ist gespiegelt gespeichert. Mit Abstand, Tageslicht und der Prüfung im Tool lassen sich alle drei Punkte beheben.
- Zu wenig Raum über dem Kopf oder Kopf zu groß
- Seitenverkehrtes Bild
- Spiegelnde oder getönte Brillengläser
- Schatten hinter dem Kopf oder grauer Hintergrund
- Offener Mund oder Lächeln
- Filter, Glättung oder ausgetauschter Hintergrund
Fragen und Antworten
Wie viel Platz muss über dem Kopf bleiben?
Die Regelkarte nennt 2 bis 6 mm zwischen der Oberkante der Haare und dem oberen Bildrand. Die Kopfhöhe selbst soll 32 bis 36 mm betragen.
Warum darf das Foto nicht gespiegelt sein?
Weil die Regeln ein Bild verlangen, das dich so zeigt, wie du aussiehst. Manche Handys speichern das Spiegelbild der Frontkamera. Das Tool legt die Datei richtig herum ab.
Darf ich meine Brille tragen?
Ja, wenn die Gläser nicht spiegeln und nicht getönt sind und der Rahmen die Augen frei lässt. Bei Zweifeln nimm eine zweite Aufnahme ohne Brille auf.
Muss der Mund geschlossen sein?
Ja, die Regelkarte verlangt einen geschlossenen Mund und einen frontalen Blick. Ein breites Lächeln mit Zähnen ist daher keine gute Idee.
Garantiert das Tool die Annahme?
Nein. Es richtet sich nach den veröffentlichten Angaben, doch die Stelle, die deinen Antrag erhält, bewertet das Foto selbst.
Verlässt mein Foto das Gerät?
Nein. Das Bild bleibt im Browser auf deinem Gerät. Heruntergeladen werden nur das Programm und die Bildmodelle.
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